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Der farbenfrohe Kirmesmontag

Der Kirmesmontag in Birkungen zählt zu den kulturellen „Highlights“ des gemeindlichen Lebens. Das gesamte Dorf ist auf den Beinen, um gemeinsam und ausgelassen die Kirmes in den Straßen und Plätzen des Ortes zu feiern. Die Kirmesburschen, als Organisatoren und Veranstalter, möchten der Bevölkerung ein abwechslungsreiches Programm bieten und in Ausgelassenheit und Freude ihr Fest mit allen Einwohnern und Besuchern feiern.

Dazu haben sich die verschiedenen Gruppen des Vereins zusammengefunden, um ein Motto in kreativer Weise umzusetzen. Viele Themenwagen und werden zu sehen sein. Auf den Bühnen wird den Gästen ein umfangreiches, kurzweiliges und interessantes Programm geboten, angefangen von Disco, Magiershow bis hin zu den Darbietungen der Festredner. Die Gastwirte des Ortes werden für das leibliche Wohl sorgen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch Bands aus Birkungen und Umgebung. Die Veranstaltung beginnt im Anschluss an die heilige Messe am Montag, gegen 9.30 Uhr und findet ihren Höhe- und Endpunkt in der Ehrung der Pfarrer und Lokalpolitiker auf dem Kirchplatz circa 13.00 Uhr.


Der Kirmesverein Birkungen e.V. lädt alle Einwohner, Besucher und Gäste von Birkungen recht herzlich ein und freut sich auf schöne und gesellige Stunden.


Die Entstehung des Hammelausreitens

„Kirmes, Kirmes, Kirmes ist heut…“ hört man jedes Jahr in vielen Dörfern des Eichsfeldes, so auch in Birkungen. Diese Tradition beginnt jedoch nicht erst 1920, mit der Gründung des „Kirmesburschenvereins Birkungen“, sondern schon viel früher. Laut der Überlieferung geht das Hammelausreiten bereits auf das 18. Jahrhundert zurück. 29 Häuser waren dem Kloster Reifenstein damals zinspflichtig. Als Gegenleistung für die treue Abgabe wurde dem Dorf einmal im Jahr ein Kalb von den Mönchen gestiftet. So ist weiter überliefert, dass man am zweiten Kirmestag mit einem Wagen Burschen und einem Wagen Mädchen nach Reifenstein fuhr und dort das Kalb holte. In geselliger Runde ging es zurück zum Anger. Das Kalb wurde geschlachtet, der Kopf abgetrennt und es begann eine lustige Jagd nach diesem.
Der, der ihn erwischte, lief mit ihm in die Schenke und warf ihn durch das Fenster in den Gelsegraben. Nach mehrmaligem Wiederholen dieses Brauches wurde der Braten verzehrt. Wahrscheinlich, aufgrund veränderter Verhältnisse, war in Reifenstein kein Kalb mehr zu bekommen. Deshalb holte man sich vom Schäfer einen Hammel, welcher dann mit Musik durch das Dorf gefahren wurde. Dem Pfarrer und dem Bürgermeister wurde ein Ständchen gebracht. In den nächsten Jahren schlossen sich diesem Zug mehrere buntgeschmückte Wagen mit originellen Einfällen an. Daraus entwickelte sich das, ab 1920 von den Kirmesburschen durchgeführte, Hammel ausreiten, wie wir es heute noch kennen und lieben. Damals entstand auch beiläufig der scherzhafte Name „Salat Kirmes“, denn in dieser Zeit gedeiht der erste Freilandsalat. Aufgrund der Kriegswirren geriet der Brauch jedoch in Vergessenheit, da keiner der Burschen in seiner Heimat war.
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